Der Missionsbefehl - Macht zu Jüngern
Der Missionsbefehl: Macht zu Jüngern
Gott möchte, dass unser Leben ansteckend ist. Er wünscht sich, dass wir Menschen mit neuem Leben "infizieren", denn sein Wunsch ist, dass niemand verloren geht, sondern alle zu ihm umkehren.
Die Vision Gottes
Gottes Herzensanliegen
Danach sah ich eine riesige Menschenmenge aus allen Stämmen und Völkern, Menschen aller Sprachen und Kulturen; es waren so viele, dass niemand sie zählen konnte.
Offb 7,9
Unsere Aufgabe
Die Herausforderung besteht darin, die große Masse der "Schafe ohne Hirten" in die "Herde von Jesus" zu verwandeln.
Diese Vision der Zukunft erweckt in Gottes Herz eine Leidenschaft. Bill Hybels beschreibt "Vision" als "ein Bild von der Zukunft, das Leidenschaft hervorruft."
Der eigentliche Befehl
Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.
Matthäus 28,18-20
Im griechischen Original steht nur ein Befehl: "Macht zu Jüngern". Die anderen Verben sind Partizipien. Eine bessere Übersetzung wäre: "indem ihr hingeht, macht zu Jüngern..., dadurch, dass ihr tauft und lehrt".
Was bedeutet "Jünger machen"?
Definition eines Jüngers
Ein Jünger ist ein "Schüler", "Student" oder "Auszubildender" – biblisch gesehen ein Jesus-Nachfolger, der in seinen Fußspuren läuft.
Wer von sich sagt, er sei mit ihm verbunden und bleibe in ihm, der ist verpflichtet, so zu leben, wie Jesus gelebt hat.
1Joh 2,6
Die drei Phasen der Jüngerschaft
Evangelisation Hingehen und das Evangelium verkündigen
Festigung Taufen als Bestätigung der Bekehrung
Jüngerschaft Lehren zu gehorchen und das Evangelium zu praktizieren
Jede Phase hat ihre Schritte, die zu einem Ergebnis führen. Wenn ein Ergebnis erreicht ist, beginnt die nächste Phase – alles mit dem einen Ziel: Jünger zu machen.
Die Geschichte der Brotvermehrung
In Markus 6,30-44 lesen wir, wie Jesus und seine Jünger von einer großen Menschenmenge umgeben waren. Die Jünger kamen von einem anstrengenden Einsatz zurück und sehnten sich nach Ruhe, aber die Menschen drängten auf sie ein mit all ihren Nöten.
Unterschiedliche Perspektiven
Jesus sah:
Menschen, denen man helfen sollte
Schafe ohne Hirten
Eine Gelegenheit zu dienen
Die Jünger sahen:
Viele Probleme, die man lösen musste
Hohe Kosten (200 Denare)
Eine Störung ihrer wohlverdienten Ruhe
Jesus forderte seine Jünger heraus: "Gebt ihr ihnen zu essen!"
Die Geschichte des Jungen
Ein Junge hatte fünf Brote und zwei Fische dabei – seine Tagesration. Als Jesus ihn darum bat, gab er alles was er hatte. Jesus nahm das Essen, dankte Gott dafür und gab es seinen Jüngern zum Austeilen. Das Essen vermehrte sich wundersam und alle wurden satt.
Prinzip 1: Die Mission erfordert Mitgefühl
Als Jesus aus dem Boot stieg und die vielen Menschen sah, ergriff ihn tiefes Mitgefühl, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.
Mk 6,34
Jesus schaute auf die Volksmenge mit Mitgefühl – und das motivierte ihn, den Menschen zu dienen. Dasselbe Mitgefühl sollte uns antreiben, den Missionsbefehl zu erfüllen. Wir müssen die Menschen sehen, wie sie wirklich sind: Schafe ohne einen Hirten.
Prinzip 2: Die Mission erfordert Verantwortungsgefühl
Jesu Herausforderung
Gebt ihr ihnen zu essen!
Markus 6,37
Jesus gibt seinen Jüngern die Verantwortung für die Bedürfnisse anderer Menschen.
Paulus' Beispiel
Ihr habt es euch selbst zuzuschreiben, wenn das Gericht Gottes über euch hereinbricht! Mich trifft keine Schuld.
Apg 18,6
Paulus nahm seine Verantwortung ernst, das Evangelium zu verkündigen.
Prinzip 3: Die Mission erfordert Opferbereitschaft
Obwohl Jesus und seine Jünger müde und hungrig waren, dienten sie den Menschen. Die Mission erforderte ein Opfer.
Ich jedenfalls bin bereit, für euch und euer Wohlergehen mit größter Freude jedes erdenkliche Opfer zu bringen, ja sogar mich selbst aufzuopfern.
2Kor 12,15
Prinzip 4: Die Mission erfordert eine Strategie
Jesus befahl seinen Jüngern, die große Menge in Gruppen zu fünfzig und hundert einzuteilen. Durch diese einfache Strategie war es möglich, dass das Brot bis zum Letzten in der Volksmenge gelangte.
Kleingruppen Die erfolgreichste Strategie in der Kirchengeschichte
Verteilung Zellgruppen über Städte und Regionen verteilt
Multiplikation Erreicht mehr als ein einzelner Pastor oder Missionar
Prinzip 5: Die Mission hat einen Lohn
Als die Jünger sich zur Verfügung stellten, um der Volksmenge zu dienen, wurden sie reich belohnt. Zwölf Körbe voll mit Brot und Fisch blieben übrig – vermutlich einer für jeden Jünger.
Der aber pflanzt und der begießt, sind eins; jeder aber wird seinen eigenen Lohn empfangen nach seiner eigenen Arbeit.
1Kor 3,8
Der Prozess der Jüngerschaft
Macht zu Jüngern
Hingehen
Taufen
Lehren zu Gehorchen
Phasen
Evangelisation
Festigung
Jüngerschaft
Schritte
Evangelisation
Aufruf
Entscheidung
Erster Kontakt
Festigung
Taufe
Jüngerschaft
Training
Aussendung
Ergebnisse
Eventuell: Entscheidungskarte
Gemeindemitgliedschaft
Leiter einer Zellgruppe
Deine Antwort auf den Ruf
Gebt ihr ihnen zu essen!
Markus 6,37
Das ist tatsächlich ein Befehl, den Jesus uns heute gibt. Da gibt es eine große Menge hungriger Schafe ohne Hirten. Sie brauchen Nahrung und Hilfe. Jesus sieht sie mit Mitgefühl und hat das Verlangen, ihnen zu helfen. Aber dazu erwartet er die Hilfe seiner Jünger. Wie wirst du reagieren?