Gottes genialer Plan für dein Leben: Der Anfang - Das Ende - Der Neubeginn.
1. Gottes genialer Plan für dein Leben – Der Anfang
In diesem Kurs wollen wir uns damit beschäftigen, wie Gott das Leben von Anfang an gedacht hat. Gott der Schöpfer hat jedem einen Plan geschenkt, der von Gemeinschaft, Beziehung, Kreativität, Leben und Verantwortung geprägt ist. Wenn wir uns an diesen Plan halten, können wir ein Leben voller Freude, Frieden und Erfüllung führen.
Die Faszination des Universums mit seiner schier unendlichen Weite und den funkelnden Sternen begeistert mich zutiefst. Doch inmitten dieser endlosen Weiten sollten wir uns auch fragen, welchen Zweck unser Leben auf dieser Erde erfüllt. Es gibt nichts Schlimmeres, als das Gefühl zu haben, keine Bedeutung zu haben. Gott hat für jeden einen Platz in der gesamten Schöpfung. Er möchte, dass wir ihn finden und erkennen warum jeder von uns wichtig ist.
Alles begann mit einer Willensbekundung von Gott:
Da sprach Gott: »Wir wollen Menschen schaffen nach unserem Bild, die uns ähnlich sind. Sie sollen über die Fische im Meer, die Vögel am Himmel, über alles Vieh, die wilden Tiere und über alle Kriechtiere herrschen.« So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er sie, als Mann und Frau schuf er sie.
1. Mose 1,26-27
Die Bibel verkündet, dass alles, was Gott erschaffen hat, von ihm als "gut" befunden wurde. Sowohl Tiere als auch Sterne, Meere und Pflanzen - und ja, sogar der Mensch - wurden als gut erachtet. Doch diese göttliche Bestätigung steht im Widerspruch zu unserer Kultur, die uns glauben macht, dass wir nur dann gut sind, wenn wir bestimmte Dinge besitzen oder einen bestimmten Status erreicht haben. Menschen streben diesen Statussymbolen nach und verlieren dabei ihre Seele und ihren Frieden, ohne zu erkennen, wofür sie eigentlich erschaffen wurden. Uns wird ständig suggeriert, dass uns etwas fehlt - doch das ist nicht die Botschaft der Bibel, in der Gott verkündet hat, dass alles gut ist.
Hast du dich schon einmal gefragt, warum du so kreativ, musikalisch, sprachbegabt oder so viele Klimmzüge machen kannst? Ich muss gestehen, dass ich früher mehr Klimmzüge schaffte. Vielleicht sollte ich mal wieder üben. OK, hast du dir schon mal die Frage gestellt, warum du bestimmte Dinge magst und andere nicht? Noch nicht? Dann mach das doch mal.
Botschaft dieser Welt > Du bist gut wenn... Botschaft von Gott > Du bist gut weil...
Vor einiger Zeit stand ich vor vielen Tonfiguren, die Kinder gemacht haben. Jedes dieser Tonfiguren ist mit einem ganz bestimmten Zweck gemacht worden. Freunde von mir malen wunderschöne Bilder. Hinter jedem Bild steht ein bestimmtes Ziel und Absicht. Jeder von uns hat einen Zweck im Leben. Wenn wir etwas erschaffen, sei es ein Kunstwerk oder ein Gebäude, tun wir dies mit einem Ziel vor Augen. Doch manchmal vergessen wir, dass auch wir selbst mit einem Zweck erschaffen wurden. Du, ich und jeder andere Mensch auf dieser Welt hat einen Zweck.
Vielleicht hast du Zweifel an dir selbst und denkst, dass du nicht gut genug bist. Doch das ist nicht die Wahrheit. Lange bevor du geboren wurdest, hatte Gott einen Plan für dich im Sinn. Du bist nicht zufällig auf dieser Welt - du wurdest mit einem bestimmten Zweck hierher gebracht.
Denn in Christus hat er uns schon vor der Erschaffung der Welt erwählt mit dem Ziel, dass wir ein geheiligtes und untadeliges Leben führen, ein Leben in seiner Gegenwart und erfüllt von seiner Liebe.
Epheser 1,4
2. Der Bruch zwischen Menschen und Gott. - Das Ende
Das hört sich alles klasse an oder? Woran liegt also das Problem? Du hast sicher auch bemerkt, dass die Welt in der wir leben häufig nicht gerade ein Ort ist, an dem Menschen in ihrer Bestimmung gedeihen und aufgehen. Häufig ist eher das Gegenteil der Fall. Vielleicht stockte dir sogar kurzzeitig der Atem, als ich dich fragte, ob dir schon mal jemand gesagt hat, wie wertvoll du bist. Die meisten Menschen auf diesem Planeten haben diese Worte nämlich noch nie gehört. Woran liegt das?
Der Anfang vom Ende.
Alles begann in einem Garten. Die Schlange kam zu Adam und Eva und stellte ihnen eine Frage:
Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr nicht essen?
1. Mose 3,1
Diese Frage brachte das ganze Dilemma ins Rollen. Diese Frage war nicht nur eine Frage, sondern diese Frage stellte in Frage, was Gott eigentlich gesagt hat. Gott hat nämlich gesagt, sie dürfen die Früchte von allen Bäumen des Gartens essen. Bis auf einen Baum, der in der Mitte steht. (1. Mose 3,1)
Adam und Eva aßen schließlich von der Frucht des Baumes, die sie nicht essen durften. Die Bibel beschreibt diese Tat als Ungehorsam oder Rebellion gegenüber Gott. Sie widersetzten sich Gottes direkter Anweisung, gerade von diesem Baum nicht zu essen. Die Folge war katastrophal:
Der Ungehorsam, bzw. die Sünde der Menschen hatte den Tod der Menschen zur Folge (Römer 6,24).
Konkret hatte die Sünde des Menschen einen dreifachen Tod zur Folge:
Physischer Tod: Dies ist die Trennung des menschlichen Körpers von seinem Geist (1.Mose 3,19).
Geistlicher Tod: Dies ist die Trennung des Menschen von der Gemeinschaft mit Gott (Jes.59,2).
Ewiger Tod: Dies ist eine unwiderrufliche, ewige Trennung der Person von Gott, das ist die Hölle (Off.20,11-15).
Adam war zum Bilde Gottes gemacht. Als er Kinder bekam, waren diese zu "seinem Bilde" gemacht (1.Mose 5,3). Als er später Kinder bekam, übertrug er diese Eigenschaften auf seine Nachkommen. Dies war Gottes Plan, um sicherzustellen, dass alle Menschen in den Genuss der Gleichheit mit Ihm kommen können. Jedoch hatte Adam bereits gesündigt und dadurch seine Verbindung mit Gott unterbrochen. Aus diesem Grund wurden alle Kinder Adams und alle nachfolgenden Generationen in einen Zustand der Trennung von Gott hineingeboren. Das führt dazu, dass jeder Mensch diesem dreifachen Tod unterworfen ist. Unsere eigenen Sünden erinnern uns immer wieder daran.
Denn alle Menschen haben gesündigt und das Leben in der Herrlichkeit Gottes verloren.
Römer 3,23
3. Gottes Sehnsucht – Wiederherstellung der Beziehung und des Plans
Aber, hier ist die Geschichte nicht zu Ende! Gott wäre nicht Gott, wenn er nicht schon längst dafür eine Lösung geplant hätte. Gottes Sehnsucht, die Beziehung wiederherzustellen, wird darin deutlich, als er Adam und Eva Kleider machte. (1. Mose 3,21)
Das Blut dieses Tieres für die Kleider von Adam und Eva war das erste Opfer, was für den Menschen geopfert wurde. Vielleicht hast du schon mal gehört, dass es im Alten Testament ganz viele Opfer gab. Die Opfer hatten für das Glaubensleben des Volk Israels eine wichtige Bedeutung. Gott hat dem Volk Israel genaue Anweisungen gegeben, wie diese Opfer stattfinden sollten. Eine Beziehung zu Gott war nur durch die exakte Einhaltung dieser Regelungen möglich. Gott wollte eine Beziehung zu den Menschen, aber die Sünde der Menschen machte es nicht möglich. Weil Gott heilig und gerecht ist, kann er die Sünde des Menschen nicht einfach „übersehen“.
Die Opfer waren die alttestamentliche Lösung, dass der Mensch in Gemeinschaft mit Gott leben konnte. Es gab an der ganzen Sache allerdings einen Haken. Es brauchte immer wieder Opfer, weil die Menschen dauernd sündigten. Gottes Sehnsucht und Liebe zu uns Menschen ist so groß, dass er diesen vielen Opferungen ein Ende setzte. Seine Liebe war so groß, dass er bereit war seinen eigenen Sohn auf diese Erde zu schicken, damit dieser als endgültiges Opfer alle Sünden der Menschen auf sich nimmt und ans Kreuz geht und dort am Kreuz mit seinem Blut für alle Sünden der Menschen bezahlt.
Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
Johannes 3,16
4. Der Neubeginn – Die Lösung
Das führt uns zur Lösung, wie Gottes genialer Plan für dein Leben möglich werden konnte und kann. Die Lösung für Gottes genialen Plan für dein Leben hat einen Namen. Jesus Christus.
In Jesus Christus hat Gott selbst menschliche Gestalt angenommen, um die Strafe für unsere Sünden zu bezahlen. Aber warum war es nötig, dass Gott selbst auf die Erde kam und für unsere Sünden starb? Die Antwort ist einfach: Weil nur er die Macht hat, uns von unseren Sünden zu erlösen und uns mit Gott zu versöhnen.
Kreuz
Christus war sowohl wahrer Gott als auch wahrer Mensch, und das bedeutet, dass er ohne Sünde war und deshalb nicht für seine eigene Sünde sterben musste. Stattdessen konnte er als Stellvertreter für uns am Kreuz sterben und die Strafe für unsere Sünden bezahlen. Durch seinen Tod am Kreuz hat er die Todesstrafe der Sünde für uns bezahlt und die Gabe des ewigen Lebens erworben.
Auferstehung
Jesus ist aber nicht tot geblieben. Die Evangelien berichten, dass Jesus nach seiner Kreuzigung am Karfreitag begraben wurde und am dritten Tag, dem Ostersonntag auferstanden ist.
Die Auferstehung Jesu ist das ultimative Zeichen für Gottes Macht und Liebe. Sie zeigt, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern dass das Leben in einer anderen Form weitergeht. Jesus hat durch seine Auferstehung die Macht des Todes besiegt und die Tür zur Ewigkeit für alle geöffnet, die an ihn glauben.
Die Auferstehung Jesu gibt uns auch die Hoffnung, dass wir, wenn wir an ihn glauben, auch ewiges Leben haben werden. Der Glaube an die Auferstehung ist eine Quelle der Trostes und des Friedens, besonders in schwierigen Zeiten.
Die Botschaft der Auferstehung ist eine Botschaft der Hoffnung und des Sieges über das Böse und den Tod. Sie ist eine Erinnerung daran, dass das Leben trotz aller Schwierigkeiten und Herausforderungen, die uns begegnen, einen Sinn und einen Zweck hat.
Gnade – Das Geschenk
Die Auferstehung Jesu ist ein Symbol für die unendliche Gnade Gottes und ein Beweis dafür, dass nichts unmöglich ist, wenn wir an Gott glauben. Das ist eine unglaubliche Botschaft der Hoffnung und Ermutigung! Egal, wie weit wir uns von Gott entfernt fühlen, es gibt immer einen Weg zurück zu ihm. Wir müssen nur unsere Sünden bekennen und uns auf Christus als unseren Retter und Herrn verlassen.
Das Wort Gnade wird im Neuen Testament mit dem griechischen Wort charis übersetzt. Eine Definition von Gnade besagt, dass es sich um eine kostenlose und unverdiente Gunst Gottes handelt, die Menschen zuteilwird, die sie nicht verdienen. Ein weiteres griechisches Wort, charisma, leitet sich von charis ab und bedeutet "Gabe" oder "Geschenk". Es beschreibt eine spezifische Manifestation oder Form der Gnade Gottes.
Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche den Überfluss der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus.
Römer 5,17
Gnade beschreibt, wie Gott seine unendliche Liebe und Barmherzigkeit den Menschen schenkt, unabhängig von ihren Taten oder Verdiensten. Gnade ist all das, was Gott aufgrund des Werkes von Jesus Christus für uns tun kann.
Weißt du, Gnade ist einfach DAS Herzstück der Bibel und eine absolute Grundlage unseres Glaubenslebens. Es ist so fantastisch, wie sehr Gnade das Fundament unseres Glaubens bildet und uns in unserem geistlichen Wachstum antreibt.
Die Gnade Gottes zeigt uns nicht nur, wer wir sind und wozu wir bestimmt sind, sondern schenkt uns auch die Fähigkeit, dies auch umzusetzen.
Weil Gott so gnädig ist, hat er euch durch den Glauben gerettet. Und das ist nicht euer eigener Verdienst; es ist ein Geschenk Gottes. Ihr werdet also nicht aufgrund eurer guten Taten gerettet, damit sich niemand etwas darauf einbilden kann.
Epheser 2,8-9
Glaube – Das Geschenk annehmen
Streng dich nicht an Gottes Gunst zu erlangen. Empfang sie als Geschenk. Empfang seine Gnade durch den Glauben an Jesus Christus.
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.
Johannes 3,16
Wir müssen uns nicht um unser Heil bemühen oder uns selbst anstrengen, um Gottes Gunst zu erlangen. Stattdessen ist es ein Geschenk, das wir durch den Glauben annehmen dürfen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass wir nichts tun müssen. Der Glaube an Jesus Christus fordert uns auf, unser Leben auf ihn auszurichten und in seinem Sinne zu handeln. Wir sollen uns bemühen, ein Leben in Übereinstimmung mit seinen Lehren zu führen und anderen Menschen in Liebe und Mitgefühl zu begegnen.
Gottes Gnade durch den Glauben anzunehmen bedeutet also nicht, dass wir untätig sein können. Stattdessen ist es eine Einladung, unser Leben auf ihn auszurichten und in seiner Liebe und Weisheit zu wachsen. Wir dürfen uns daran erfreuen, dass wir durch unseren Glauben ein Teil seiner wunderbaren Schöpfung sind und in seiner Liebe geborgen sind.
Beispiel eines Gebets
Lieber Gott, Ich stehe vor Dir und erkenne an, dass mein Leben bis jetzt ohne Dich keinen Bestand hat. Ich bitte Dich in Jesu Namen um Vergebung für meine Sünden, die ich begangen habe und die Dich verletzt haben. Ich bitte dich Jesus, in mein Leben zu kommen und es mit deiner Liebe und Weisheit zu erfüllen. Erfülle mich mit dem Heiligen Geist. Reinige mein Herz und meine Gedanken. Ich möchte dir nachfolgen und mich bemühen, ein Leben in Übereinstimmung mit deinem Willen zu führen. Ich danke Dir, dass Du mich gerade in diesem Augenblick als Dein Kind angenommen hast. Danke für deine Gnade! Bitte gib mir die Kraft und das Vertrauen, um Deinem Willen zu folgen und in Deiner Liebe zu wachsen. In Jesu Namen bete ich, Amen.
Wenn du dieses Gebet aufrichtig betest, beginnt Gottes wundervoller Plan für dein Leben! In der nächsten Einheit „Der Beginn des neuen Lebens“ vertiefen wir das.
Fragen zum Nachdenken
- Hat dir schon mal jemand gesagt, dass du wertvoll und genial bist? Wenn nicht, dann möchte ich dir das jetzt sagen. Wie geht es dir mit dieser Frage? Was löst es in dir aus?
- Möchtest du Jesus durch Glauben annehmen? Möchtest du ihm deine Sünden geben und dafür Buße tun? Wenn ja, dann bete zu ihm in diesem Augenblick.