Die Freiheit des neuen Lebens – Mit der Vergangenheit abschließen
Fragen zum Nachdenken
- Was bedeutet es für dich, eine neue Schöpfung in Christus zu sein?
- Welche Lehren, Praktiken oder Gegenstände aus deiner Vergangenheit stehen im Widerspruch zu Gottes Willen und wie kannst du dich davon lossagen?
- Wie gehst du mit Menschen um, die dich verletzt oder geschädigt haben? Wie kannst du ihnen vergeben und mit ihnen versöhnt werden?
- Was sind die biblischen Maßstäbe für romantische Beziehungen und wie unterscheiden sie sich von denen der Welt?
- Was sind einige Süchte oder unangebrachte Praktiken, die dich gefangen halten oder dein Leben zerstören? Wie kannst du dich davon befreien und Gottes Hilfe suchen?
- Wie hat dir das Gleichnis von Jesus über den König und seine Diener geholfen, die Bedeutung und die Herausforderung der Vergebung zu verstehen?
- Wie kannst du deine Ehe oder deine zukünftige Ehe ehren und schützen? Was sind einige praktische Schritte, die du tun kannst, um deine Beziehung zu deinem Ehepartner oder deinem potenziellen Ehepartner zu stärken?
- Wie kannst du dich vom Heiligen Geist erfüllen lassen und seine Frucht in deinem Leben wachsen lassen? Was sind einige Hindernisse oder Widerstände, die dich davon abhalten könnten?
- Wie hat dir die Geschichte von Zachäus gezeigt, wie man mit seiner Vergangenheit abschließt und ein neues Leben beginnt? Was hat dich an seiner Haltung und seinen Handlungen beeindruckt oder herausgefordert?
- Wie kannst du dein neues Leben in Freiheit leben und nicht wieder in ein Sklavenjoch spannen lassen? Was sind einige Versuchungen oder Lügen, die dich dazu verleiten könnten?
Wie sich Sünde auswirken kann!
1. Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig
In diesem ersten Teil geht es darum zu untersuchen, wie sich persönliche Sünde auf andere und auf die Gemeinde auswirken kann. Eine wichtige Passage, die uns dabei helfen kann, ist 1. Korinther 5,6, in dem die Sünde mit Sauerteig verglichen wird. Hier wird uns verdeutlicht, dass Sünde wie Sauerteig ist, der sich im Teig ausbreitet und ihn durchsäuert. Dabei kann schon ein kleiner Anteil von Sauerteig den ganzen Teig durchsetzen, genauso wie eine einzige Sünde eine ganze Gemeinde beeinträchtigen kann.
Es ist wichtig zu betonen, dass Sauerteig in der Bibel sowohl für negative als auch positive Eigenschaften verwendet wird. Sauerteig kann das Mehl mit einer anderen Eigenschaft durchsetzen und somit den Geschmack des Brotes verändern. Ebenso kann Sünde eine Gemeinde durchsetzen und die Atmosphäre beeinflussen. Es ist also von großer Bedeutung, auf die Verbreitung von Sünde in der Gemeinde zu achten.
Die Bibel fordert uns dazu auf, den Sauerteig hinauszufegen (vgl. Matthäus 13,33; Galater 5,9 und andere). Dies bedeutet, dass wir aktiv gegen Sünde vorgehen und uns vor ihr hüten müssen. Wir müssen darauf achten, dass unsere eigenen Sünden nicht auf andere übertragen werden und dass wir uns nicht von der Sünde anderer anstecken lassen.
In Matthäus 16,6 und 16,11 wird vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer gewarnt. Hier wird uns verdeutlicht, dass es nicht nur um die körperliche Nahrung, sondern auch um die geistliche Nahrung geht. Wir müssen uns vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer hüten und uns stattdessen an das Wort Gottes halten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sünde wie Sauerteig ist und sich im Teig der Gemeinde ausbreiten kann. Es ist unsere Aufgabe, uns aktiv gegen die Verbreitung von Sünde zu engagieren und uns vor ihr zu hüten. Nur so können wir verhindern, dass Sünde unser Leben und das Leben der Gemeinde negativ beeinflusst.
2. Wenn ein Glied leidet, leiden andere mit
Im ersten Teil haben wir gesehen, dass Sünde wie Sauerteig ist und sich negativ auf die Gemeinde auswirken kann. Im zweiten Teil wollen wir uns damit befassen, wie sich das Leiden eines Glieds auf die anderen Glieder auswirkt. Der Bibelvers aus 1. Korinther 12,26 sagt uns, dass wenn ein Glied leidet, alle anderen Glieder mit ihm leiden. Auch die Sünde gehört zum Leiden der Glieder. Wir müssen verstehen, dass die Gemeinde nicht nur eine vergleichende Bezeichnung als Leib Christi ist, sondern dass sie tatsächlich der Leib Christi ist. Wenn also in den Körper der Gemeinde etwas eindringt, sei es eine Krankheit oder Sünde, dann wirkt es sich negativ auf den ganzen Körper aus. Es kann sich von Glied zu Glied übertragen und die Gemeinschaft schwächen.
Wenn in einer Gemeinde Sünde herrscht, dann wirkt sich das direkt auf die geistlichen Aktivitäten aus. Der Lobpreis wird geschwächt, der Heilige Geist kann in seiner Wirksamkeit gedämpft werden und es herrscht keine starke Freiheit im Geist. Die Offenheit zur Bekehrung von Menschen wird eingeschränkt und die Durchschlagskraft und Wirksamkeit im Gebet wird ebenfalls eingeschränkt. Das Abendmahl kann nicht total seine Segenswirkung entfalten.
3. Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.
In unserer heutigen Gesellschaft ist es oft schwer, sich dem schlechten Einfluss von anderen Menschen zu entziehen. Doch gerade als Christen sollten wir darauf achten, mit wem wir uns umgeben. Denn wie schon in 1. Korinther 15,33 steht, verdirbt schlechter Umgang gute Sitten. Wir sollten uns bewusst sein, dass jeder Mensch, mit dem wir uns umgeben, einen Einfluss auf uns hat - sei es positiv oder negativ. Wenn wir uns von der Sünde fernhalten und uns stattdessen von Christus leiten lassen, werden wir auch in der Wahl unserer Freunde und Bekannten klug sein.
4. Negative Worte können um sich fressen wie Krebs.
Unsere Worte haben Macht - sowohl positiv als auch negativ. Doch wie im 2. Timotheusbrief beschrieben, können negative Worte sich wie ein Krebs um sich fressen und weiter zur Gottlosigkeit führen. Daher sollten wir darauf achten, was wir sagen und wie wir es sagen. Wir sollten uns bemühen, mit unseren Worten Liebe und Ermutigung zu verbreiten, anstatt Hass und Negativität. Denn unsere Worte können nicht nur unser eigenes Leben beeinflussen, sondern auch das Leben anderer Menschen.
5. „Vermeintliche Freiheit“ kann andere umbringen.
In 1. Korinther 8, 10-13 und Römer 14,15 wird darauf hingewiesen, dass unsere vermeintliche Freiheit für andere Menschen zum Fallstrick werden kann. Wir sollten uns bewusst sein, dass unser Handeln Auswirkungen auf andere Menschen haben kann. Daher sollten wir in der Wahl unserer Entscheidungen nicht nur an uns selbst, sondern auch an die Auswirkungen auf andere denken. Als Christen sollten wir uns nicht nur für unsere eigene Freiheit einsetzen, sondern auch für die Freiheit anderer Menschen.
6. Die Sünde eines Einzelnen raubte der ganzen „Gemeinde Israel“ den Sieg.
Im Alten Testament finden wir mehrere Beispiele, bei denen die Sünde eines Einzelnen schwerwiegende Konsequenzen für die gesamte Gemeinde hatte. In Josua 7 mussten viele Menschen sterben, weil ein Einzelner gesündigt hatte. Und auch in 2. Samuel 24 hatte die Sünde Davids eine Pest mit vielen Toten (70.000) zur Folge. Diese Beispiele verdeutlichen, wie wichtig es ist, als Christen in Gemeinschaft zu leben und Verantwortung füreinander zu übernehmen. Wir sollten uns bewusst sein, dass unsere Sünde nicht nur uns selbst, sondern auch unsere Mitmenschen beeinflussen kann.
7. Ein falscher Prophet sollte hinweggetan werden.
In 5. Mose 13,1 ff wird deutlich, dass falsche Propheten aus Israel entfernt werden sollten, um das Volk vor irreführenden Aussagen zu schützen. Dies zeigt, wie wichtig es ist, als Christen die Wahrheit zu verkünden und uns von falschen Lehren fernzuhalten. Wir sollten uns daran erinnern, dass wir als Christen eine Verantwortung haben, die Wahrheit zu suchen und weiterzugeben, um unsere Mitmenschen vor Schaden zu bewahren.